Kann ich nur zustimmen.
Für Drahtbügelaufhängungen ist Öl besser geeignet als Fett.
Fett würde ich nur dort verwenden wo sehr hohe Kräfte flächenmäßig wirken (z.B. Aufzugsfeder oder dergleichen).
Kriechströme bei Batterieadaptern / Lebensdauer der Batterie
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ACHTUNG : Der Betrieb und die Reparatur elektrischer Uhren kann für den Laien lebensgefährlich sein. Deshalb unbedingt die Bekanntmachung "WARNUNG: Elektrische Uhren " lesen !
Hier abgegebene Tipps können keinen Fachmann ersetzen und sind ohne jede Garantie oder Gewähr.
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Re: Kriechströme bei Batterieadaptern / Lebensdauer der Batt
"'S muss a Blede geb'n, aber 's werden hoit ollawei mehrad!" - Meister Eder
Re: Kriechströme bei Batterieadaptern / Lebensdauer der Batt
Diese Uhren sind sowieso sehr knibbelig. Die Kontakteinrichtung ist äußerst diffizil, und wenn der Goldstift eingearbeitet ist, läuft hier nichts mehr richtig. Ich würde auch da suchen, sogar bevorzugt.
Frank
Frank
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KleineSekunde
- Moderator
- Beiträge: 1281
- Registriert: Fr 20. Aug 2010, 22:02
Re: Kriechströme bei Batterieadaptern / Lebensdauer der Batt
Hallo,
vielen Dank für die Hinweise!
Den goldenen Kontaktstift hatte ich gedreht, als ich die Uhr aufgearbeitet habe (siehe hier: http://www.dg-chrono.info/dg-chrono.de/ ... ntaktstift). Dieser Kontaktstift macht auf mich auch nach wie vor einen guten Eindruck, gebe aber zu, dass dies meine einzige ATO-Uhr ist, ich also keine Referenz habe, um einzuschätzen, ab wann ein Verschleiß bereits kritisch werden könnte. Minimale Einlaufspuren sind zwar vorhanden, aber diese sind im Vergleich zu dem Fundzustand kaum sichtbar. Auch mit den sehr deutlich vorhandenen Abnutzungserscheinungen am Goldkontakt lief die Uhr damals. Gedreht hatte ich den Goldstift also eher "vorsorglich" basierend auf dem genannten Bericht von Frank (siehe Link).
Dann werde ich es einmal mit Öl zur Schmierung der Pendelaufhängung versuchen. Das Aufbringen des Öls an die Pendelaufhängung ist (jedenfalls für mich) im eingebauten Zustand des Pendels zumindest äußerst schwierig. Bei ausgebautem Pendel wäre es natürlich deutlich leichter, aber beim Einbau des Pendels bewegt sich natürlich alles wieder im Bereich der Aufhängung. Ob dann das Öl dort bleibt, wo es hin soll?
Mal schauen, wie und ob es klappt...
Bei der Demontage des Pendels und der Aufhängung ist jedenfalls auch der dünne Draht zur Stromzuführung auf das Pendel (unten grün markiert) direkt beim Lösen der Schraube am Pendelblock gebrochen. Eventuell war er schon vorher brüchig und die Kontaktierung war nicht mehr zuverlässig...
Außerdem ist mir aufgefallen, dass das Spiel / die Höhenluft zwischen dem dicken Drahtbügel am Pendel und der Unterseite des Pendelblocks (rot markiert) auf einer Seite nur minimal war. Da ich damals auch mehrere der dünnen Drahtbügel, die am Pendelblock befestigt werden, gebogen habe, habe ich den kritischen Bügel durch einen anderen ausgetauscht. Das Spiel / die Höhenluft ist jetzt auf beiden Seiten gleichmäßiger und auch "sichtbarer". Hier ein Foto vom Fundzustand, um die Bereiche zu zeigen: Schöne Grüße
Guido / KleineSekunde
vielen Dank für die Hinweise!
Den goldenen Kontaktstift hatte ich gedreht, als ich die Uhr aufgearbeitet habe (siehe hier: http://www.dg-chrono.info/dg-chrono.de/ ... ntaktstift). Dieser Kontaktstift macht auf mich auch nach wie vor einen guten Eindruck, gebe aber zu, dass dies meine einzige ATO-Uhr ist, ich also keine Referenz habe, um einzuschätzen, ab wann ein Verschleiß bereits kritisch werden könnte. Minimale Einlaufspuren sind zwar vorhanden, aber diese sind im Vergleich zu dem Fundzustand kaum sichtbar. Auch mit den sehr deutlich vorhandenen Abnutzungserscheinungen am Goldkontakt lief die Uhr damals. Gedreht hatte ich den Goldstift also eher "vorsorglich" basierend auf dem genannten Bericht von Frank (siehe Link).
Dann werde ich es einmal mit Öl zur Schmierung der Pendelaufhängung versuchen. Das Aufbringen des Öls an die Pendelaufhängung ist (jedenfalls für mich) im eingebauten Zustand des Pendels zumindest äußerst schwierig. Bei ausgebautem Pendel wäre es natürlich deutlich leichter, aber beim Einbau des Pendels bewegt sich natürlich alles wieder im Bereich der Aufhängung. Ob dann das Öl dort bleibt, wo es hin soll?
Mal schauen, wie und ob es klappt...
Bei der Demontage des Pendels und der Aufhängung ist jedenfalls auch der dünne Draht zur Stromzuführung auf das Pendel (unten grün markiert) direkt beim Lösen der Schraube am Pendelblock gebrochen. Eventuell war er schon vorher brüchig und die Kontaktierung war nicht mehr zuverlässig...
Außerdem ist mir aufgefallen, dass das Spiel / die Höhenluft zwischen dem dicken Drahtbügel am Pendel und der Unterseite des Pendelblocks (rot markiert) auf einer Seite nur minimal war. Da ich damals auch mehrere der dünnen Drahtbügel, die am Pendelblock befestigt werden, gebogen habe, habe ich den kritischen Bügel durch einen anderen ausgetauscht. Das Spiel / die Höhenluft ist jetzt auf beiden Seiten gleichmäßiger und auch "sichtbarer". Hier ein Foto vom Fundzustand, um die Bereiche zu zeigen: Schöne Grüße
Guido / KleineSekunde
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Re: Kriechströme bei Batterieadaptern / Lebensdauer der Batt
Hallo Guido
Dieser Draht, den Du da zeigst, sieht an sich anders aus: Er wurde ursprünglich als Feder ausgeführt, war vielleicht sogar das gleiche Material wie bei Dir. Aber als Wendelfeder ausgeführt, wie Du das ja auch bei Deiner Elektronm-Lampe gemacht hast. Dadurch ist er etwas länger und elastischer. Vielleicht hemmt das ja schon die Schwingung etwas.
Grüße
Frank
Dieser Draht, den Du da zeigst, sieht an sich anders aus: Er wurde ursprünglich als Feder ausgeführt, war vielleicht sogar das gleiche Material wie bei Dir. Aber als Wendelfeder ausgeführt, wie Du das ja auch bei Deiner Elektronm-Lampe gemacht hast. Dadurch ist er etwas länger und elastischer. Vielleicht hemmt das ja schon die Schwingung etwas.
Grüße
Frank
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walter der jüngere
Re: Kriechströme bei Batterieadaptern / Lebensdauer der Batt
Hallo,
die von Frank (Typ 1-2-3) beschriebene Wendelung der Kontaktbrücke hat eine deutlich geringe Bruchgefahr zur Folge. Und aufgrund der besseren Elastizität ist der Einfluß auf das Schwingverhalten deutlich geringer.
Die Kontaktbrücke entsprechend zu verändern bringt also in mehrer Hinsicht Vorteile.
Walter d. J.
die von Frank (Typ 1-2-3) beschriebene Wendelung der Kontaktbrücke hat eine deutlich geringe Bruchgefahr zur Folge. Und aufgrund der besseren Elastizität ist der Einfluß auf das Schwingverhalten deutlich geringer.
Die Kontaktbrücke entsprechend zu verändern bringt also in mehrer Hinsicht Vorteile.
Walter d. J.
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KleineSekunde
- Moderator
- Beiträge: 1281
- Registriert: Fr 20. Aug 2010, 22:02
Re: Kriechströme bei Batterieadaptern / Lebensdauer der Batt
Hallo,
vielen Dank für die Hinweise!
Im Fundzustand war der Kontaktdraht durchaus gewendelt, auf dem eingestellten Foto sah man es allerdings sehr schlecht (der gewendelte Bereich findet sich im Bereich der Aussparung am Pendel, hier sieht man es besser): Nach dem "Kabelbruch" habe ich den Draht etwas in die Länge gezogen. So sah es dann aus: Da die einzelnen Wicklungen nun doch etwas weit auseinander gezogen waren und der Draht eine "feste" Struktur hat (verbunden mit der Gefahr, dass sich der Draht, bzw. sich die Drahtwindungen zwischen dem oberen Pendelblock und dem eigentlichen Pendel bei den Bewegungen einklemmen und somit die Bewegung hemmen könnten), habe ich den Kontaktdraht aus einem Einzeldraht aus einem dünnen Litzenkabel mit deutlich kleineren Windungen neu gewickelt: Ein einzelner Draht aus einer 0,5 mm² Schaltlitze (0,19 mm Durchmesser) war hier jedenfalls deutlich zu dick, verfügbar war eine Einzelader aus einer 0,14 mm² Litze (0,09 mm Durchmesser). Ausreichend flexibel scheint dieser Draht wohl zu sein. Wie es mit der dauerhaften Belastung der Ermüdungsfestigkeit bei den Schwingbewegungen aussieht?
Der ursprüngliche Draht mit einem Durchmesser von 0,11 mm liegt jedenfalls etwas darüber und mach auch einen etwas "stabileren" Eindruck.
Momentan schwingt das Pendel jedenfalls recht agil... Das war aber auch bei Verwendung des Fetts und mit dem alten Kontaktdraht zunächst der Fall. Ich bin gespannt...
Schöne Grüße
Guido / KleineSekunde
vielen Dank für die Hinweise!
Im Fundzustand war der Kontaktdraht durchaus gewendelt, auf dem eingestellten Foto sah man es allerdings sehr schlecht (der gewendelte Bereich findet sich im Bereich der Aussparung am Pendel, hier sieht man es besser): Nach dem "Kabelbruch" habe ich den Draht etwas in die Länge gezogen. So sah es dann aus: Da die einzelnen Wicklungen nun doch etwas weit auseinander gezogen waren und der Draht eine "feste" Struktur hat (verbunden mit der Gefahr, dass sich der Draht, bzw. sich die Drahtwindungen zwischen dem oberen Pendelblock und dem eigentlichen Pendel bei den Bewegungen einklemmen und somit die Bewegung hemmen könnten), habe ich den Kontaktdraht aus einem Einzeldraht aus einem dünnen Litzenkabel mit deutlich kleineren Windungen neu gewickelt: Ein einzelner Draht aus einer 0,5 mm² Schaltlitze (0,19 mm Durchmesser) war hier jedenfalls deutlich zu dick, verfügbar war eine Einzelader aus einer 0,14 mm² Litze (0,09 mm Durchmesser). Ausreichend flexibel scheint dieser Draht wohl zu sein. Wie es mit der dauerhaften Belastung der Ermüdungsfestigkeit bei den Schwingbewegungen aussieht?
Der ursprüngliche Draht mit einem Durchmesser von 0,11 mm liegt jedenfalls etwas darüber und mach auch einen etwas "stabileren" Eindruck.
Momentan schwingt das Pendel jedenfalls recht agil... Das war aber auch bei Verwendung des Fetts und mit dem alten Kontaktdraht zunächst der Fall. Ich bin gespannt...
Schöne Grüße
Guido / KleineSekunde
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walter der jüngere
Re: Kriechströme bei Batterieadaptern / Lebensdauer der Batt
Hallo,
mein Gedanke dazu:
Ich würde unter jede der beiden Schrauben noch eine kleine Kontaktscheibe (Beilagscheibe), möglichst aus Messing, legen. Mit der abgerundeten Kantenseite zum Draht.
Walter d. J.
mein Gedanke dazu:
Ich würde unter jede der beiden Schrauben noch eine kleine Kontaktscheibe (Beilagscheibe), möglichst aus Messing, legen. Mit der abgerundeten Kantenseite zum Draht.
Walter d. J.
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KleineSekunde
- Moderator
- Beiträge: 1281
- Registriert: Fr 20. Aug 2010, 22:02
Re: Kriechströme bei Batterieadaptern / Lebensdauer der Batt
Hallo Walter,
ein wirklich guter Hinweis!
Durch die Verschraubung ergeben sich ja durchaus Klemm- und insbesondere Kerbwirkungen auf den dünnen Draht, die in kurzer Zeit natürlich zu einem Bruch führen können.
Durch die Verwendung von gerundeten Unterlegscheiben ließe sich dieses Problem natürlich umgehen.
Schöne Grüße
Guido / KleineSekunde
ein wirklich guter Hinweis!
Durch die Verschraubung ergeben sich ja durchaus Klemm- und insbesondere Kerbwirkungen auf den dünnen Draht, die in kurzer Zeit natürlich zu einem Bruch führen können.
Durch die Verwendung von gerundeten Unterlegscheiben ließe sich dieses Problem natürlich umgehen.
Schöne Grüße
Guido / KleineSekunde