
Die Front besser zu sehen mit geöffneter Scheibe:

Entdeckt hat die Uhr meine (sonst nicht sonderlich uhreninteressierte) Frau auf einem Flohmarkt. Glücklicherweise wurde sie als defekt angeboten und war bezahlbar. Zu Hause haben wir dann festgestellt, dass das Kalenderwerk gesondert aufgezogen werden muss und soweit alles funktioniert.
Ein Blick auf die Rückseite:

Schön zu sehen, dass es sich hier um zwei Laufwerke handelt, wobei das Untere (Kalenderschaltung) vom Oberen (normales Großuhrenwerk mit Halbstundenschlag) über eine kleine Schaltstange angesteuert wird.
Das Datum wird über ein auf Seidenstoff bedrucktes Band angezeigt, Wochentag und Monat über Rollen.
Hier ein Foto von dem Aufzugsvierkant und einer der Datumsbandrollen. Wenn man hier nicht einmal pro Monat aufzieht, bleibt das Datum stehen. Das obere Werk läuft sieben Tage.
Ein besonderes Schauspiel ist der Monatswechsel, da das Datumsband dann wieder auf der Ersten zurückläuft.

Über das Alter und die Herkunft kann ich nicht viel sagen, denke aber, dass das Gehäuse vermutlich aus den 40er Jahren stammt - die Mechanik könnte durchaus älter sein.
Viele Grüße
Jörn