Junghans- Wecker

Welche Uhr, welches Werk ist das ?
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KlausG
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Re: Junghans- Wecker

Beitrag von KlausG »

Hallo Christian,
mit "hinken" meine ich das Ticken einer schief aufgehängten Pendeluhr, also "ta tack" statt "tick tack".
Beim Zusammenbau des Werkes habe ich darauf geachtet, daß die Unruhwelle ein ganz klein wenig Luft hat; dies aber nach dem Einbau nicht mehr kontrolliert. Vielleicht gab es einen Verzug beim Einbau.

Hallo Walter,
das hört sich kompliziert an. Die Unruhe ist ein Grund dafür, daß ich eigentlich lieber mit Pendeluhren arbeite...
Aber ich trage gerne Eure Ratschläge zusammen, während ich weiter beobachte. Nicht nur der Laie hofft ja darauf, daß sich manche Probleme selber lösen.

Viele Grüße!

Klaus.
Am besten lernt man aus den eigenen Fehlern, am liebsten aus denen der anderen...
steffl62
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Re: Junghans- Wecker

Beitrag von steffl62 »

Hallo Klaus,
jetzt versteh ich Dich! :P Walter hatte völlig recht, da stimmt der Abfall nicht mehr.
Hattest Du die Spirale bzw. die Spiralrolle von der Unruhwelle runter genommen oder ist die noch in Ihrer ursprünglichen Position?

lg Christian
.
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KlausG
Beiträge: 28
Registriert: Do 23. Jan 2014, 12:53

Re: Junghans- Wecker

Beitrag von KlausG »

Spirale von der Welle genommen?
Um Gottes Willen, was traut Ihr mir zu... Geht das wirklich?

Nein, also die Spirale blieb an der Unruh und bei der Montage habe ich darauf geachtet, daß die Spirale parallel zur Unruh steht und nicht schräg oder bauchig.
Aber nachdem der Wecker jetzt wieder stehengeblieben ist, abermals nach 2 Stunden, (?) werde ich sie am Wochenende nochmal aufmachen und der Unruh auf den Zahn fühlen.

Vielen Dank & viele Grüße!

Klaus.
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petsch
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Re: Junghans- Wecker

Beitrag von petsch »

Hallo Klaus,
um den Fehler zu erzeugen, den Walter und auch Christian gemeint haben, war es nicht nötig, die Spirale von der Unruhwelle zu nehmen, sondern es reicht, wenn man die Spirale entweder zu weit oder nicht weit genug in die Befestigung gesteckt hat. Dann ist die Unruhe etwas verdreht zum Eingriff des Ankers. Dann kommt es zu diesem Hinken, so als wenn eine Pendeluhr schief hängt.

Gruß
Peter
steffl62
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Re: Junghans- Wecker

Beitrag von steffl62 »

Hallo Klaus,
also wenn Du die Spirale auf der Unruhwelle nicht verdreht hast sollte es genügen wenn Du, wie Walter es schon beschrieben hat, einfach den Vorsteckstift der das Spiralende fixiert ein Stück herausziehst und dann das Spiralende soweit in der Halterung verschiebst bis der Stift am Ankerrad genau in der Mitte der Ankergabel steht wenn diese wiederum genau auf die Mitte der Unruhwelle zeigt. Oder andersrum:
Nimm den Vorsteckstift raus so das sich das Ende der Spirale in dem Loch frei bewegen kann. Dann bring den Auslösestift von der Unruhe genau in die Ankergabel. Diese muss dann wiederum genau auf die Mitte der Unruhwelle zeigen. Jetzt sollte das Ende der Spirale exakt in der richtigen Position sein und kann dort mit dem Vorsteckstift fixiert werden.
Ich hoffe das ist jetzt halbwegs Verständlich erklärt, besser krieg ich es leider nicht hin. :oops:

lg Christian
.
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Berrnd-Klaus
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Re: Junghans- Wecker

Beitrag von Berrnd-Klaus »

Hallo Klaus,

den Abfall kannst Du prüfen in dem Du die Unruh langsam in eine Richtung drehst bis der Akerstift einen Zahn vom Ankerrad freigibt.In dem Moment läßt Du die Unruh frei ,die Unruh muß dann alleine in die andere Richtung schwingen.Das selbe machst Du in die andere Richtung.Auf beide Seiten muß die Unruh gleich weit schwingen.Wenn das nicht der Fall ist ,mußt Du die Spirale neu verstiften wie es schon beschrieben wurde.

Gruß Bernd-Klaus
KlausG
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Re: Junghans- Wecker

Beitrag von KlausG »

Liebe Forumsmitglieder,
ich wollte Euch noch den Abschluß meiner Weckergeschichte liefern.

Er lief ja mit seinem „hinken“, 24h, aber bald nach dem Aufziehen, blieb er stehen.
Ich habe das Werk dann wieder ausgebaut und der Justierung der Unruhe, Lagerspiel und Fixierung der Lager, mehr Aufmerksamkeit gewidmet.
Danach lief der Wecker wieder, 24h, nur um ein paar Stunden nach dem Aufziehen wieder stehenzubleiben.
Das Werk erneut ausgebaut. Es schien, als würde das Werk beim Festschrauben auf Grund eines verbogenen Halteblechs verspannt. Dann schien, als läge das Problem daran, daß einer der beiden Stifte am Unruhhebel, die in das Ankerrad eingreifen, krumm war. Es schien...
Viel Schein, wenig sein. Wer errät den Fehler?
Ich hatte das Weckwerk aufgezogen statt des Gangwerkes...
Bevor ich jetzt zum Weiterschämen in den Keller gehe wollte ich wissen, ob ich etwas gegen den Flugrost auf der Unruhspirale machen kann; der bedrückt mich etwas.
Nach Ausrichtung des Stiftes läuft der Wecker jetzt gleichmäßig.

Viele Grüße!

Klaus.
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KleineSekunde
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Re: Junghans- Wecker

Beitrag von KleineSekunde »

Hallo Klaus,
KlausG hat geschrieben:ich wollte Euch noch den Abschluß meiner Weckergeschichte liefern.
Rückmeldungen sind natürlich immer gerne willkommen! Schön, dass es wohl auch funktinoniert!

Wenn du aber irrtümlich das Weckwerk statt des Gehwerkes nach den weiteren Maßnahmen komplett aufgezogen hast: Warum lief der Wecker dann
KlausG hat geschrieben:wieder, 24h, nur um ein paar Stunden nach dem Aufziehen wieder stehenzubleiben.
?? Die Versuche hätte ich bei abgespanntem Gehwerk vorgenommen, welches nur ganz gering durch vorsichtiges Spannen "unter Kraft" gesetzt wurde, dann hätte ich aber auch nur eine Laufdauer von sehr wenigen Stunden erwartet. Eventuell habe ich da aber auch etwas falsch verstanden...
KlausG hat geschrieben:Bevor ich jetzt zum Weiterschämen in den Keller gehe wollte ich wissen, ob ich etwas gegen den Flugrost auf der Unruhspirale machen kann; der bedrückt mich etwas.
Also ich sehe keinen Grund, sich hier für etwas zu schämen. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen... Und auch ganz banale Lerneffekte gehören eben auch dazu.

Der vorhandene Wecker scheint ziemlich alt und auch eher seltener zu sein. Aber gut, genau dieser hat eben deinen Ehrgeiz geweckt...

Den eventuell vorhandenen Flugrost auf der Unruhspirale würde ich zunächst vernachlässigen, da ich davon ausgehe, dass der Wecker nun trocken steht und keine neuer Rost ensteht. Ob man dagegen etwas machen könnte? Vermutlich ja. Eventuell durch vorsichtige Reinigung - im Zweifel dann aber eben auch (nur) durch den Einbau einer neuen Spirale. Ob ich dazu raten würde? Jedenfalls nicht ohne Übung an ähnlichen Bauteilen vom Flohmarkt, die man dann auch getrost "abschreiben" könnte oder sonst ohne Unterstützungsmöglichkeit eines Fachmannes direkt am Objekt. Unruhspiralen sind eben doch sehr "feinfühlig", davor habe ich einen großen Respekt ;-)

Schöne Grüße

Guido / KleineSekunde
KlausG
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Re: Junghans- Wecker

Beitrag von KlausG »

Hallo Guido,
bezüglich des Aufziehens bin ich davon ausgegangen, daß ich, wenn der Wecker > 24h lief, das Gehwerk aufgezogen hatte und wenn er stehen blieb, das Weckwerk erwischt hatte.

Danke für Deinen Tip zur Unruhspirale; da laß ich also ganz sicher die Finger davon.

Vielen Dank & viele Grüße!

Klaus.
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