Ultraschallgerät

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Felix18
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Ultraschallgerät

Beitrag von Felix18 » So 22. Jun 2014, 20:44

Ich bin am überlegen, mir ein Ultraschallgerät zuzulegen.
Wie groß sollte dann die Leistung für den Ultraschall betragen?
Es war, wenn ich mich recht entsinne schon mal ein Thema im alten Forum und
da wurde was von 300 Watt gesagt.
Ich suche kein High End Gerät, sondern für den privaten Bereich, aber wenn schon,
dann soll es auch was ordentliches sein und kein Zeugs was nicht richtig funktioniert
und nur den Namen besitzt.
C.


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steffl62
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Re: Ultraschallgerät

Beitrag von steffl62 » Mo 23. Jun 2014, 08:42

Hallo C.
die Leistung alleine sagt nicht viel aus, nur im Zusammenhang mit der Beckengröße die Du haben möchtest.
Auf jeden fall solltest Du ein Gerät mit eingebauter Heizung verwenden. Wir beschäftigen uns ja fast nur mit Großuhren und verwenden seit mittlerweile einigen Jährchen dieses Teil:

http://www.ebay.at/itm/Ultraschallreini ... 5833wt_952

Wir sind damit eigentlich recht zufrieden nur ein bisserl größer dürfte es noch sein. Allerdings steigt dann natürlich der Verbrauch an Energie und Reinigungslösung.

lg Silvia und Christian
.
Fragen, Korrekturen und Ergänzungen zu meinen Beiträgen sind ausdrücklich erbeten und gewünscht!

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droba
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Re: Ultraschallgerät

Beitrag von droba » Mo 23. Jun 2014, 22:29

Hallo Felix,

unter 100 Watt ist nach einer Meinung eindeutig zu schwach, vor allem bei einem größeren Becken. Und die Platine eines normalen Uhrwerkes sollte schon ganz in das Becken passen, sonst gibt es hässliche Ränder auf den Platinen, die u.U. sichtbar bleiben.

Mein Gerät ist recht groß und leistungsstark, hat aber keine Heizung. Ich benütze deshalb einen alten Tauchsieder, mit dem ich das Becken auf etwa 40 Grad aufheize. Geht hervorragend!

droba

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Felix18
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Re: Ultraschallgerät

Beitrag von Felix18 » Di 24. Jun 2014, 02:47

Danke für die Tips.
C.


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walter der jüngere
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Re: Ultraschallgerät

Beitrag von walter der jüngere » Sa 28. Jun 2014, 19:46

Hallo,

ein paar Gedanken zum Kauf / zur Auswahl von Ultraschallgeräten hätte ich noch mitzugeben:

Zur Frage nach der Größe:
Die Reinigungswanne sollte nur zu 2/3 mit Flüssigkeit gefüllt werden.
Also: Eine 3l Wanne kann nur mit 2l Flüssigkeit befüllt werden.
Dementsprechend weniger Platz für die Reinigungsobjekte steht im Bad zur Verfügung.

Schon ein Gerät mit z.B. 2 Litern Flüssigkeit ohne Entleerungsöffnung so zu entleeren, daß die Umgebung trocken bleibt - erfordert Geschick.
Daher: Wenn die Wahl zwischen Ultraschallgeräten mit Entleerungsöffnung und Geräten ohne Entleerungsöffnung gegeben sein sollte:
Ich würde zu einem Gerät mit Entleerungsöffnung raten.

Zum Frage nach der Größe von Ultraschallgeräten sollte noch daran gedacht werden:
Zu reinigende Objekte sollten nie mit der Wanne in Berührung sein - vor allem nicht während des Reinigungsvorgangs.
Also braucht man Edelstahl- oder Kunststoffkörbe (da ist die Reinigungswirkung am besten, weil die Strömungszirkulation und die Übertragung der Ultraschallwellen da am besten gewährleistet ist),
oder Einhängegefäße - entweder aus dafür geeignetem Kunststoff oder aus entsprechendem (!) Glas. (Solche Glasgefäße für Ultraschallreiniger bestehen aus einer speziellen Glaslegierung und sind zudem auch hitzebeständig...).
Glasgefäße sind haben aber den Nachteil, daß die Reinigungswirkung darin dann oft deutlich geringer ist, als wenn man Objekte im Korb reinigt, bei Kunststoffgefäßen ist der Verlust an Reinigungskraft nicht ganz so hoch wie bei Gefäßen aus Glas.
Und: Es geht nochmals Platz verloren, denn zwischen den Gefäßen und der Wannenwand und dem Wannenboden muß genug Platz sein, um eine ausreichende Zirkulation der Kontaktflüssigkeit zu ermöglichen.
Denn wenn diese Zirkulation zu sehr geschwächt ist, wird auch die in den Gefäßen befindliche Reinigungsflüssigkeit nicht mehr (genug) mit Ultraschallwellen "versorgt" und kann damit nicht mehr entsprechend wirken.

Allerdings hat das Reinigen in Gefäßen auch einige Vorteile: Man braucht sehr viel weniger Reinigungsflüssigkeit:
Denn das eigentliche Reinigungsbad / die Reinigungsflüssigkeit (= mit Wasser lt. Herstellerangaben verdünntes Reinigungsmittel), befindet sich nur im Gefäß.
Die Wanne wird also mit Wasser und einer kleinen Menge sog. "Kontaktflüssigkeit / Kontaktmittel" (man kann auch Wasser mit einer sehr geringen Menge Reinigungsmittel verwenden) gefüllt, nur in das Reinigungsgefäß wird dann das eigentliche Reinigungsbad in entsprechender Menge gefüllt und die Reinigungsobjekte können dort direkt hineingelegt werden.

Ein Gerät, also auch ein Ultraschallgerät, was ursprünglich nicht für den Betrieb mit erwärmten Flüssigkeiten konzipiert war, kann bei externer Beheizung durchaus einige Probleme entwickeln:
An den Ultraschallgeneratoren (die auch entsprechend konstruiert sein müssen), an der Verbindung derselben zur Wanne, aber auch an der Dichtung Wanne/Gehäuse können dann Probleme bzw. Zerstörungen aufttreten und natürlich auch an der gesamten Elektronik, die ja nicht gegen derartige Wärmeeinwirkung (Wärme, die von der Unterseite der Wanne abgegeben wird) geschützt ist.
Auch die Ablaufdichtungen und Ablaufhähne (bei größeren Geräten sind Entleerungsöffnungen sehr von Vorteil) können Hitze sonst möglicherweise Schaden nehmen - oder z.B. klemmen...

Abgesehen davon gibt es im praktischen Betrieb klare Grenzen der externen Beheizung: Temperaturregelung, Überheizung des zu reinigenden Materials und der Reinigungsflüssigkeit (insbesonde im nahen Umfeld der externen Heizung (Heizspirale vom Tauchsieder etc.).
Und wenn Reinigungsobjekte längere Zeit im warmen Reinigungsbad verbleiben sollen, dann muss auch einigermaßen regelmäßig während des Reinigungsvorgangs nachgeheizt werden (bei Geräten mit integrierter Heizung wird das per Thermostat geschehen) - beim Einsatz von Tauchsiedern ist das einigermaßen schwierig, vor allem, weil meist der Platz in der Wanne dann doch schnell knapp wird und Körbe bzw. Reinigungsobjekte ja nicht in direktem Kontakt mit dem Heizkörper kommen sollten.
Und noch etwas dazu: Die externe Wärmequelle sollte nicht an der Wanne (Wannenwand bzw. Wannenboden) anliegen - auch um während des Betriebs keine Schäden zu verursachen bzw. dadurch beschädigt zu werden.

Alles Dinge, die m.E. sehr für ein Gerät mit integrierter Heizung sprechen.

Bei gebrauchten Ultraschallgeräten kann übrigens die Funktionsfähigkeit der Ultraschallgeneratoren sehr einfach überprüft werden:
Man nehme ein Stück Alufolie (Schokoladenfolie, spanne diese auf einen Drahtrahmen und lege diesen flach (mit überall etwas Abstand zum Wannenrand) in die zu 2/3 mit Kontaktflüssigkeit gefüllte Wanne - wenn die Ultraschallgeneratoren gute Ergebnisse liefern, dann wird die Alufolie bei eingeschaltetem Gerät nach ein paar Minuten einigermaßen gleichmäßig perforiert sein.
Das Perforationsbild gibt Aufschluß über die Leistungsverteilung innerhalb des Reinigungsbades und natürlich auch über die Wirkkraft des Apparates insgesamt.
Die Wanne und - so vorhanden - die Entleerungsöffnungen sind anschließend sehr gründlich von den Perforationsresten zu reinigen.

Zur Pflege der Wanne können nach meiner Erfahrung normale, aber nicht scheuernde (!) Edelstahlpflegemittel (Edelstahlmilch) verwendet werden.

Ach ja: Kratzer oder Beulen in der Wanne können zu erheblichen Störungen der Funktion des Apparates führen. - Auch deshalb sollen Reinigungsobjekte ja keinen direkten Kontakt zur Reinigungswanne haben...

Walter d. J.

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