Service für Leichtgläubige

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Falls hier theoretische Hilfen angeboten werden, so sollen und können sie keinen Uhrmacher ersetzen. Sie sind ohne jede Garantie oder Gewähr und jeder muss selbst wissen, was er sich zutrauen kann und dass man mit einem Selbstversuch evtl. leichtfertig die Uhr zerstören könnte. Vor allen Dingen wertvolle Uhren gehören in die Hand eines Fachmanns. Vielleicht sogar eines Fachmanns hier aus dem Forum. Laien sollten unbedingt den oben angepinnten Hinweis über Uhrenfedern lesen.
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placebo
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Service für Leichtgläubige

Beitrag von placebo » Di 23. Mai 2017, 16:32

Sachen gibts da kann man nur mit dem Kopf schütteln.
Hab ich einen Beitrag aus einem Uhrforum aufgegabelt.Habe die gleiche Uhr mit dem Cal.Eppo 48.Sehr schönes Werk aber nach mindestens 40 Jahren garantiert trocken und verharzt.Jetzt bin ich auch der Meinung das man nicht alle Uhren unbedingt revidieren muß.Aber wenn man sie tragen will und Zuverslässlichkeit erwartet könnte ein Tröpfchen Öl nicht schaden.Zumindest die Rotoreinheit mal reinigen und fetten.Oder seh ich das falsch? :cry:
Gruß Zeb
Nach langer Funkstille wollte ich mal wieder ein paar Neuigkeiten zu der erstandenen Epora Eppo Automatik los werden.

Sie war mittlerweile mal bei einem Uhrmacher zum Öffnen. Leider konnte ich bei der Gelegenheit keine Fotos vom Werk machen. Durch den Uhrmacher weiß ich zumindest, dass:
- das Werk kaum verschmutzt war und deshalb eine Reinigung mehr schadet als hilft
Mit Meinungen ist es wie mit Arschlöchern.Jeder hat sein Eigenes!

walter der jüngere
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Re: Service für Leichtgläubige

Beitrag von walter der jüngere » Di 23. Mai 2017, 20:20

Hallo,

ich nehme Deinen Post als Frage, ob Deine Vorgehensweise für Deine Uhr angemessen ist.
Was ich nicht tun möchte - darüber diskutieren, was Andere mit deren Uhren tun.
Ich denke, so eine Diskussion würde wohl kaum jemandem wirklich weiterhelfen.
Abgesehen davon, daß das, was in anderen Foren geschieht, gepostet oder diskutiert wird, dort ist und auch dort bleiben sollte.

Also zu dem, was Deine Uhr betrifft:
Um eine Uhr sinnvoll nutzen zu können, muss das Werk zum Zeitpunkt der Nutzung sauber und sachgerecht geschmiert (Sammelbegriff für die Verwendung von Öl, Fett usw.) sein.
Es gibt für die Zeit der Nutzung spezielle Wartungsintervalle (vom jeweiligen Hersteller empfohlen) oder man orientiert sich an allgemeinen Hinweisen. Vor allem dann, wenn es keine speziellen Hinweise zum jeweiligen Exemplar / zur jeweiligen Modellreihe gibt.
Allgmein kann man von etwa 5 Jahren Revisionsabstand bei normalen Nutzungsbedingungen ausgehen.
Beanspruchte Dichtungen etc. erfordern oft deutlich kürzere Revisionsintervalle.

Ich selber halte es im Allgemeinen für schwierig/problematisch, nur spezielle Bereiche eines Werkes in regelmäßigen Abständen warten lassen zu wollen.

Letztendlich aber gilt wohl für all diese Fragen: Jeder kann dies handhaben wie er will. Es ist ja i.d.R. dessen privates Eigentum.
Bei nicht sachgemäßer Pflege - und dazu zählen nun mal auch regelmäßiger technischer Service (also u.a. auch Reinigung und Schmierung) - wird man nicht lange Freude an einer Uhr haben. Sie verschleißt - und verliert damit deutlich an Wert.

Walter d. J.

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placebo
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Re: Service für Leichtgläubige

Beitrag von placebo » Di 23. Mai 2017, 23:02

Hallo Walter

Ich beziehe mich in erster Linie auf die Aussage des "Uhrmachers" das eine Reiniging eher schadet als hilft. Das ist doch unstreitig Blödsinn.Und das bei einer über 40 Jahre alten Uhr,die schönerweise für 18,50 Euro über die Theke ging und sicherlich nicht überholt wurde,aber vom Besitzer dauerhaft getragen werden wollte.Da habe ich einen begründeten Verdacht.
Ansonsten kann natürlich jeder mit seinem Zeitzerhacker machen was er will,aber ich kann in einem Fachforum dazu was sagen egal ob es in der Bildzeitung steht oder in der Brigitte,weil es ja um universelle Standartprobleme geht.
Ungewartete Uhren die laufen verschleißen, Gewartete aber auch.Die einen mehr die anderen HOFFENTLICH weniger.
Uhren die im Koffer oder in der Vitrine liegen,verschleißen nicht,sie altern nur und zerfallen wie wir irgendwann zu Staub.
Und die Freude an einer Uhr ist tatsächlich individuell und am Zeitgeist orientiert.Heutzutage liegen mehr tote Uhren im Koffer und erfreuen ihre Besitzer als lebendige Uhren vergeblich versuchen die Zeit zu messen.

Gruß zeb
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